norbert walter peters
komponist • klangkünstler
zur Vergrößerung bitte auf das Bild klicken Foto von Norbert Walter Peters
(Foto: Martin Georg Peters, 2006)

7 zur Vergrößerung klicken Sie bitte in das Foto.
 
2012 Helsinki, Finnland
Rody van Gemert, Helsinki
Nocturne für Gitarre solo, 1998 (opus 15)


KLANGKUNST Online-Ausstellung
Musée Réattu/Phonurgia Nova, Arles, F
"Die Sammlung "Klangkunst" des
Deutschlandradio Kultur Berlin
"né-tchr - a music story" (DLR 2002)/
"nota.thión - nach der Flut" (DLR 2005)/
"dépôt de beau songe" (DLR 2010)
 
   
2011 Dänisches Radio
'Ly til nyt' - online
"dépôt de beau songe"
(Deutschlandradio Berlin 2010)
"beau son.ge - An Electric Fayerie"
(Festival MOUVEMENT 2009)
(ab dem 21.Dezember online zu hören)
 
  Ein schöner Traum von Hendrix
(Die deutsche Übersetzung des dänischen
Textes auf der Homepage des Dänischen
Rundfunks):
21. Dezember 2010 14.51 P2 –
zweites Programm
Der deutsche Komponist Norbert Walter
Peters hat eine Hommage an Jimi Hendrix
geschrieben – seine erste wichtige musikalische
Inspiration: ihn faszinierte die große Energie
von Hendrix’ Musik. 16 Jahre alt war Peters,
als Hendrix starb.

Später fiel ihm ein, dass Hendrix eine Art
Flaneur war, wie es Charles Baudelaire auch
gewesen ist. Beide schlenderten durch die
Straßen und ließen sich von ihrer jeweiligen
Stadt inspirieren.

- Hendrix war für beides: Pop- und Elektronische
Musik wegweisend. Er arbeitete sehr
experimentell, ein bisschen wie Frank Zappa,
erklärt Norbert Walter Peters.

Baudelaire und Walter Benjamin
Peters selbst wurde dann später durch den
Komponisten Anton Webern geprägt, welcher
in der Musikgeschichte ‚der zweiten Wiener
Schule’ zugerechnet wird (das heißt,
Komponisten, die bei Arnold Schönberg
studiert haben).

Beau Songe bedeutet ‚schöner Traum’.
Peters greift bei diesem Titel auf Texte von
Baudelaire zurück, über den der Autor Walter
Benjamin geschrieben hat. Es ist besonders
ein kleiner Ausschnitt aus einem Gedicht von
Baudelaire, von dem Norbert Walter Peters
inspiriert wurde (hier frei übersetzt):

In ihrem unsterblichen Herzen, das immer
blühen möchte, befiehlt sie [die Sonne]
den Saaten zu wachsen und zu gedeihen.


- Das Zitat ist auch ein Eckpfeiler meiner
gesamten künstlerischen Arbeit, sagt
Norbert Walter Peters, der auch als
Bildender Künstler und Klangkünstler
arbeitet.

Eine Art Trance-Zustand
‚Beau son.ge’ ist als Radio-Auftritt realisiert
worden, konnte aber auch live als Konzert
erlebt werden. Auf dieser Seite können Sie
einen Mitschnitt vom Deutschen Rundfunk in
Saarbrücken hören. Peters ist mit seiner
Stimme auf dem Zuspielband zu hören. Für
die weitere Geräuschskulisse sorgen darüber
hinaus: Schlagzeug, E-Bass, E-Cello und
elektrisch modifizierte Klarinette.

Die Musik erscheint meditativ. Harmonisch
gesehen ist sie der Ort für lange Zeit-Räume
und für die Schaffung einer Art
Trancezustandes. Die Arbeit ‚Dépôt de
beau songe’ bedient sich anderer Elemente.
Hier begibt sich Norbert Walter Peters in die
Welt der Neurologie. Die Stimmen von aphasisch
kranken Menschen sind zu hören (das heißt:
Patienten, welche die Fähigkeit zu sprechen
verloren haben, oft als Folge eines
Schlaganfalls).

Hören Sie die Musik auf dieser WEB-Seite.
Norbert Walter Peters wurde 1954 geboren
und studierte an der Musikhochschule Aachen
in Deutschland. Er war Gastdozent an der
Kunstakademie in Saarbrücken, wo er unter
anderem ‚Komposition und Raumerfahrung’
unterrichtet hat.
 
   
2007-10 "Neuronale Iteration ist schon in sich ein
künstlerisch, minimalistisch strukturierter
Prozess."
Ergebnis meiner umfangreichen Recherche
– und weiter:
" ... Bewusstsein entsteht also aus der
Vermischung von gespeicherten vergangenen Erfahrungen mit neu eintreffenden
gegenwärtigen Aktivitäten (Input), und somit
ist der Prozess dynamisch ... Ein Input hat
eine Vielzahl von zusammenhängenden
Aktivitäten ausgelöst. Dieser Triggerprozess
erhebt den ursprünglichen Input zu etwas, das
wie eine sich selbst tragende und völlig neue
Stufe erscheint. Es ist wie bei einem
Schlittschuhläufer, der sobald er auf dem Eis ist,
mühelos dahingleitet, während er sich vorher
auf seinem Weg dorthin in seinen
Schlittschuhen völlig unbeholfen bewegt hat.
Die anfängliche Unbeholfenheit ist die der
Vorverarbeitung, die noch eng mit dem Input
verknüpft ist, der sie ausgelöst hat; erst wenn
das Eis erreicht – das Bewusstsein entstanden
– ist, wird ein gewisser Grad an Autonomie
erreicht, dank derer sich die neurale Aktivität
wie vom Reibungswiderstand der Erde befreit
bewegen kann."
(John G. Taylor, Neurowissenschaftler,
zitiert in Slavoj Zizek, Parallaxe, 2006) 

Künstlerische Ergebnisse dieser Recherche:

Depot
(Elektronische Musik, 2008)
Depot
(Imaginäre Partitur #18, 2008)
Das Archiv des schönen Traums
(ars acoustica, 2007/09, UA 05.03.2010)
• Depot
(Perkussion solo, 2009)
• imphrontal - urbane Gehirnzone
(Klanginstallation, 2008)
imphrontal - impronta
(Imaginäre Partitur #19, 2008)
imphrontal - Miniatur
(Streichquartett, 2008, UA 2009)
imphrontal - Miniatur Elektronik
(Elektronische Musik, 2008,
UA 05.12.2009 'ars sonora' RNÉ)

imphrontal - Sextett
für Streichquartett, Kontrabass,
Perkussion 2010

„Und wenn sich zwei Nervenstränge
berühren, kommt es zu heftigen Entladungen:
Hier werden chemische Botenstoffe
ausgeschüttet da werden hektisch blinkend
elektrische Impulse abgesetzt, vom Nachbarn
aufgenommen und eiligst weitergeleitet,
wie flackernde Blitze durch den Dschungel
der Neuronen gejagt.“
DIE ZEIT-Bildungskanon Nr. 24
„Im Labyrinth des Denkens“,
03.04.2008, Nr. 15
 
 
aktuelles